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15 (1849) Dr. Katzenbergers Badereise : nebst einer Auswahl verbesserter Werkchen
Entstehung
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Haupt tu Schlaf. Jetzo bekränzte Thcoda ihren Vater mitallen möglichen Redeblumen, um dem Freund ihres Dichtersihre Tochter-Augen für ihn zu leihen. Besonders hob siedessen reines Feuer für die Wissenschaft heraus, für die erLeben und Geld verschwende, und beklagte sein Loos, ein ge-lehrter einsamer Riese zu scyn. Da der Edelmann gewiß vor-aussetztc, daß die Angen-Sperre des Riesen nichts sei, als einAufmachen von ein Paar Dionysius-Ohren, wie überhauptBlinde besser hören: so fiel er ihr unbedingt bei, und er-klärte, er staune über KatzenbcrgcrS Genie. Dieser hörte dießwirklich, und hatte Mühe, nicht ans dem Schlafe heraus zulächeln wie ein Kind, womit Engel spielen. Des blindenoptischen Schlafes bediente er sich blos, um selber zu hören,wie weit Nieß sein Verlieben in Thcoda treibe; und dannetwa bei feurigen Welt- und Nedctheilcn rasch auf zu wachen,und mit Schnee und Scherz einzufallcn. Jetzo ging Thcoda,die an den Schlummer glaubte, weil ihr Vater sich selten dieMuhe der Verstellung gab, noch weiter und sagte dem Edel-manne frei:sein Kops lebt zwar dem Wissen, wie ein Herzdem Lieben, aber Sic springen zn ungestüm mit seiner Naturum. In der That, Sie legen cs ordentlich darauf an, daßer sich über Gefühle recht seltsam und ohne Gefühle ausdrücke.Thätc dieß wol Ihr Theudobach?"Gewiß sagt' eraber in meinem Sinne. Denn Ihren Vater, liebreiche Toch-ter, nchm' ich viel besser als der Haufe. Mich hindert seinesatirische Enkanstik nicht, dahinter ein warmes Herz zu sehn.Recht geschliffnes Eis ist ein Brennglas. Man ist ohnehinder alltäglichen Liebfloskcln der Bücher so satt! O dieser mildeSchläfer vor uns ist vielleicht wärmer, als wir glauben, undist seiner Tochter so werth!" Katzenberger, eben warm und