„Kein Leiden, keine Schuld," sagte der Greis; „es be-kümmerte mich nicht, was die Schurken von mir sagten; —ich wußte, sie konnten nie zwölf ehrliche Leute zusammenbrin-gen, die ein Wort von ihren verdammten Lügen geglaubthätten — aber eine so baldige Gelegenheit zu haben, EuerMajestät meine Ehrfurcht zu bezeigen, belohnt mich über Alles.Die Schurken wollten mich bereden, ich dürste nicht nachHofe kommen — haha!"
Der Herzog von Ormond bemerkte, daß sich der Königstark entfärbte; denn in der That war vom Hofe aus demRitter Peveril der geheime Wink gegeben worden, auf's Landzu gehen, ohne in Whitehall zu erscheinen; und er argwöhnteLberdieß, daß der muntre alte Ritter, nach den Beschwerdeneines so unruhigen Tages, nicht ganz mit trockenem Mundevon seinem Mittagstische aufgestanden sein möchte. „Meinalter Freund," flüsterte er ihm daher zu: „Ihr vergesset, daßEuer Sohn vorgestellt werden muß — wollt Ihr mir dieseEhre erlauben?"
„Ich bitte Eure Durchlaucht dcmütbig um Verzeihung,"sagte der Ritter; „aber das ist eine Ehre, die ich mir selberzueigne, da ich besorge, daß ihn Niemand dem Dienste seinerMajestät so völlig übergeben und überliefern kann, als derVater, der ihn gezeugt hat, zu thun berechtigt ist. — Julian,tritt hervor, und kniee. — Hier ist er — erlauben Eure Ma-jestät — Julian Peveril — ein Sprosse von dem alten Stamm,ein tüchtiger, doch kaum so starker Baum, als der alte Stamm,da er am frischesten war. Nehmt ihn auf, Eure Majestät,als einen treuen Diener, s venckrs ei ü penckre, wie die Fran-zosen sagen; wenn er Feuer oder Stahl, das Beil oder denGalgen, im Dienste Euer Majestät fürchtet, so entsage ichihm — er ist dann nicht mein Sohn — ich verläugne ihn,