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21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
608
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er sagte:Küsse sie, Julian küsse sie. Was zum Teufelist das die Manier, die du auf der Insel Man lerntest, dicheiner Dame zu nähern, als wenn ihre Lippen ein glühendesHufeisen wären? Nehmet es nicht übel, meine Schöne;Julian ist von Natur schüchtern, und ist bei einer alten Dameauferzogen worden; aber Ihr werdet ihn in Kurzem so ga-lant finden, als mich. Und nun, Frau Pevcril, zum Mit-tagSeffen, zum Mittagseffen! Der alte Fuchs muß seinFutter haben, obgleich die Hunde den ganzen Tag hinter ihmher gewesen sind."

Launce besorgte ein einfaches, aber kräftiges Mahl ausder nächsten Garküche, und Julian saß dabei, wie ein Be-zauberter, zwischen seiner Geliebten und seiner Mutter. Erbegriff nun leicht, daß die letztere die vertraute Freundinwar, welcher Bridgenorth am Ende die Aufsicht über seineTochter übergeben hatte; und ihn beunruhigte jetzt nur nochdie Störung, die er als wahrscheinlich bevorstehend befürch-tete, sobald die wahre Verwandtschaft des Mädchens seinemVater bekannt würde. Noch während des Mahls erschien einHerr, der den Befehl des Königs brachte, daß der Ritter un-verzüglich zur Audienz in Whitehall erscheinen und seinenSohn mitbringen mochte-

Lady Peveril war bestürzt, und Alexie erblaßte; aber derRitter, der nie mehr sah, als was gerade vor ihm lag, schriebden Befehl des Königs seinem unruhigen Verlangen zu, ihmzu seiner Befreiung Glück zu wünschen; eine Theilnahme vonSeiten seiner Majestät, die er keineswegs für übertrieben an-sah, weil er sich bewußt war, daß sie von seiner Seite gleich-mäßig erwiedert wurde. Dieser Befehl kam ihm allerdingsmit desto froherer Ueberraschung, da er, ehe er den Gerichts-