zur Unterhaltung des Hofes, statt eines musikalischen Con-certS, abschickte?"
„Und der Zwerg, der so unerwartet aus der Baßgeigekam
„War ein Maskenspicl meiner Erfindung," sagte der Her-zog, ob er gleich den Umstand jetzt zum ersten Male erfuhr.„Chisfinch, Ihr werdet mich für immer verbinden, wenn Ihrmir eine Minute lang eine Unterredung mit Christian ver-schafft."
„Mit Christian, gnädiger Herr? — Wo könntet Ihr denfinden? — Ihr sehet, wir müssen geradesweges nach Hofe."
„Wahr," sagte der Herzog, „aber ich denke, ich kann ihnnicht verfehlen, und Ihr, Herr Chisfinch, seid kein Polizei-beamter, und habt keine Vollmacht, mich als Gefangenen zu-rückzuhaltcn, oder mich zu hindern, mit Jemanden zu spre-chen, mit wem mir's beliebt."
Chisfinch erwiederte: „mein gnädiger Herzog, Euer Genieist so groß, und Eure Ausflüchte find so zahlreich, daß esnicht mit meinem Wunsch und Willen geschieht, wenn ich ge-zwungen bin, einem so talentvollen und so beliebten Mannwehe zu thun."
„Nein," sagte der Herzog, „noch leb' ich," und pfiff, dadenn aus der kleinen (dem Leser schon bekannten) Mcffer-schmidsbude plötzlich Christian hervortrat, und im Augenblickean der Seite der Kutsche war. „Alles ist verloren,"sagte der Herzog.
„Ich weiß es," sagte Christian, „und alle unsere frommenFreunde find auf die Nachricht auseinander. Zum Glück ga-ben der Oberst und die deutschen Schurken einen Wink. Allesist wohlbehalten. — Ihr gehet an Hof. — Höret, ich willfolgen."