versucht, die Wache war aber herbeigekommen, und hatte nunden Zwerg von ihnen getrennt, und in ein Zimmer ver-schlossen. Bald darauf trat durch eine Tapetenthüre die Un-bekannte ein, welche den Zwerg eingcladen hatte, in's Hauszu kommen- — „Ich folgte meiner schönen Führerin," fuhrder Zwerg fort, „in ein Zimmer, wo, seltsam unter einandergemischt, kriegerische Waffen und musikalische Instrumente la-gen. Unter diesen sah ich ein Vivloncell. Zu meinem Er-staunen drehte sie das Instrument um, und zeigte, indem siees hinten durch den Druck einer Feder öffnete, daß es mitPistolen, Dolchen, und sonstigen Waffen, angefüllt war. —„Diese," sagte sie, „find bestimmt, diese Nacht Carl'n zu über-fallen-" — Eure Majestät müssen verzeihen, daß ich mich ihrereigenen Worte bediene, „wenn du aber wagst, anstatt ihrerzu gehen, so kannst du der Retter des Königs und Reichessein; wenn du dich fürchtest, so will ich selbst das Abenteuerversuchen." Nein, der Himmel verhüte, daß Gottfried Hud-son verzagt genug sei, sagt' ich, Euch eine solche Gefahr lau-fen zu lassen! Ihr wißt nicht, — könnt nicht wissen, was zusolchem Hinterhalt und Verstecken gehört, — ich bin darangewöhnt, — habe in der Tasche eines Riesen gelauert, undden Inhalt einer Pastete ausgemacht. „So gehe denn her-ein," sagte sie, „und verliere keine Zeit." Dennoch will ichnicht läugnen, daß, während ich mich anschickte, zu gehorchen,einige kalte Schauer mich anwandelten, und ich gestand ihr,wenn es sein könne, so wolle ich lieber auf meinen eigenenFüßen meinen Weg in das Schloß nehmen. Aber sie wolltemich nicht anhören, sondern sagte hastig: „ich würde aufge-fangen, oder nicht vorgelaffen werden, und ich müßte dasMittel annehmen, das sie mir vorschlug, zur Audienz zu ge-langen, und wenn dicß der Fall wäre, den König warnen,
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