gehen können. Es war in ihrem Wesen zwar nichts, wasHochmuth oder eine für die Gegenwart des Königs unschick-liche Dreistigkeit verrathen hatte, aber ihr Bewußtsein desvon der Regierung Carls erlittenen Unrechts, und ihr Ge-fühl von der Ueberlegenheit der beleidigten Partei über die-jenigen, von denen oder in deren Namen die Beleidigungangethan war, gab ihrem Blick Würde, und ihrem SchrittFestigkeit. Sie trug Wittwcntrauer von derselben Art, alsdamals getragen wurde, da ihr Mann auf das Blutgerüstkam, und welche sie in den auf diese Begebenheit folgendendreißig Jahren ihre Kammerfrau nie hatte ändern lassen.
Diese Ueberraschung war dem Könige keine angenehme,und er verwünschte in seinem Herzen die Uebereilung, derDame den Zutritt zu der fröhlichen Gesellschaft »erstattet zuhaben, sah aber doch zugleich die Nothwcndigkeit ein, sie aufeine, seinem eignen Charakter und ihrem Range am briti-schen Hose angemessene Art zu empfangen. Er näherte sichihr daher mit einer Miene der Bewillkommnung, worin eralle seine natürliche Anmuth legte, während er anhub: „Limrskoutesse äe I)erb^, puissante keine äe Kan, notre lres su-guste soeur —"
„Sprecht Englisch, Sire, wenn ich mich unterstehen darf,um eine solche Gunst zu bitten," sagte die Gräfin. „Ich bindie Frau eines Pair dieser Nation, Mutter eines englischenGrafen! In England Hab' ich die kurzen Tage meines Glücksverlebt, die langen Tage meines Wittwenthums und Kum-mers- Frankreich und seine Sprache sind mir nur die Träumeeiner uninteressanten Kindheit. Ich kenne keine Sprache,außer die meines Mannes und meines Sohnes. Erlaubtmir, als der Wittwe und Mutter von Derby, so meine Hul-digung darzubringen."