Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
558
Einzelbild herunterladen
 

sinnigen Schwärmerei der Zeit hin und her geschwankt, end-lich der letzter» sich überlassen hatte; und die Gefahr vorAugen, in die der unglückliche Mann selbst, die unschuldigeund schöne Alerie, und sein eigner Vater wahrscheinlich gesetztwerden würden nichts zu sagen von der allgemeinen Be-drohung des gemeinen Wesens durch einen Aufstand, fühlteJulian zugleich, daß mit vernünftigen Vorstellungen gegeneinen Mann nichs auszurichten wäre, der seine innere Ueber-zeugung allen Gründen entgegcnstellen würde, mit welchendie Vernunft seine wilden Entwürfe bestreiten könnte- SeinGefühl zu rühren schien eine annehmlichere Auskunft; Julianbeschwor daher Bridgenorth, zu bedenken, wie sehr die Ehreund Sicherheit seiner Tochter davon abhinge, daß er sich dergefährlichen Maaßregeln enthielte, die er zu ergreifen Willenswar.Wenn Ihr fallt," sagte er,muß sie nicht unter dieGewalt und Vormundschaft ihres Onkels kommen, der, wieIhr eingesteht, sich des gröbsten Jrrthums in der Wahl ihrerBeschützerin schuldig gezeigt hat, und der, wie ich aus gutenGründen glaube, diese schändliche Wahl mit offenen Augentraf ?"

Junger Mann," antwortete Bridgenorth,Ihr erregt inmir ein Gefühl, wie in dem armen Vogel, um dessen Flügelein muthwilliger Knabe eine Schnur gebunden hat, um densich sträubenden Unglücklichen nach Belieben zur Erde zu zie-hen. So wißt, weil Ihr diese grausame Rolle spielen undmich von höheren Betrachtungen herabziehcn wollt, daß die-jenige, welcher Alerie übergeben worden, und welche in Zu-kunft volle Macht hat ihre Bewegungen zu leiten, und ihrSchicksal zu entscheiden, trotz Christian und jedem Andern,ich will Euch nicht sagen, wer sie ist genug Niemand