Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
538
Einzelbild herunterladen
 

538

Hebet an, Herr Anwalt," sagte der Oberrichter, indemer sich niedersetzte.Der Himmel behüte, daß ich den Be-weis der königlichen Klage hindern wollte! Ich sage bloß,was Ihr so gut wißt als ich: De non apparontilE et nonexistentidus eaäem est rutio."

So wollen wir denn Herrn Bridgenorth, der, glaub'ich, darauf wartet, nach Eurem Rath herbei rufen, Herr Ober-richter."

Nein," antwortete eine, wie es schien, weibliche Stimmeaus der versammelten Menge;er ist zu weise und zu edeldenkend, um hier zu erscheinen."

Die Stimme war sehr vernehmlich gewesen; aber die Nach-forschungen, die man sogleich anstellte, um die Person, welchegesprochen hatte, zu entdecken, waren vergeblich.

Nachdem die durch diesen Umstand erregte kleine Stö-rung gehoben war, fuhr der Anwalt fort:Wem auch im-mer wir die Nachricht zu verdanken haben, mein Herr Ober-richter, sie wurde mit gutem Grunde gegeben. Herr Bridge-uorth ist, wie ich höre, diesen Morgen plötzlich unsichtbargeworden."

Seht Ihr nun wohl, Herr Anwalt," sagte der Richterso kommt es, wenn man nicht die Zeugen zusammen undin Bereitschaft hält wahrhaftig, ich kann nicht für die Fol-gen stehen."

Auch ich nicht, Herr Obcrrichter," sagte der Anwalt ver-drießlich.Ich hätte durch diesen würdigen Mann, den HerrnRichter Bridgenorth, die alte Freundschaft zwischen RitterGottfried Peveril und der Gräfin von Derby, beweisen kön-nen, von deren Handlungen und Absichten Doctor OatesZeugniß gegeben hat. Ich hätte beweisen können, daß er ihr