eidige Zeugen, deren Gewerbe als gemeiner Angeber furcht-bar einträglich geworden war, legten einen Schwur ab, daßdie Gefangenen sich bei der großen Verschwörung der Katho-liken als interessirte Theilnehmer gezeigt hätten. Eine An-zahl anderer Zeugen brachten Thatsachen oder verdächtigeUmstände vor, welche den Charakter der Angeklagten, alsrechtschaffener Protestanten und guter Unterthanen, in Zwei-fel setzten, und zwischen dem unmittelbaren und dem muth-maßlichen Zeugniß wurde gewöhnlich genug herausgezogen,um bei einem bestochenen Gerichtshöfe und meineidigen Ge-schwornen den verhängnißvollen Ausspruch: „Schuldig" zurechtfertigen.
Die Wuth des Volks fing jedoch jetzt an, sich zu verlie-ren, nachdem sie sich selbst durch ihre eigene Heftigkeit er-schöpft hatte. Die Gcmüther fingen nun an, sich abzukühlen— der Charakter der Zeugen wurde nun näher geprüft —ihre Zeugnisse stimmten nicht in allen Fällen zusammen, —und ein heilsamer Argwohn fing au gegen Menschen genährtzu werden, die zwar nie sagen wollten, daß sie eine vollkom-mene Entdeckung alles dessen, was sie wüßten, gemacht hät-ten, aber doch unverholen irgend einen Punkt des Zeugnissesfür künftige Verhöre sich vorbehielten.
Auch der König, der während des ersten Ausbruchs derVolkswuth unthätig geblieben war, fing nun an, sich in Be-wegung zu setzen, und dieß brachte eine wirkliche Wirkungauf den Sachwalter der Krone, und selbst auf die Richterhervor. Sir George Wakemann war, trotz dem direktenZeugnisse Oates, frei gesprochen worden; und die öffentlicheAufmerksamkeit war nun staick gespannt auf die nächste gericht-liche Untersuchung, welche die beiden Peverils, Vater undSohn, traf, mit denen (durch eine sonderbare Verkettung der
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