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21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
517
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Schutz Ihr Euch anvcrtrautet, ist im Gefängniß, oder ent-flohen, Euer Vater ist abwesend von der Stadt, EuerOnkel befindet sich in der nördlichen Gegend. Gegen dasChiffinch'sche Haus hattet Ihr Eure wohlgegründete Abnei-gung ausgcdrückt, also welche angemessenere Freistätte bliebEuch übrig, als die Eures ergebenen Dieners, wo Ihr immerals König herrschen müßt?"

Und zwar als eine gefangene," sagte die Dame.Michverlangt nicht nach einem solchen Königthum."

Ach! wie absichtlich mißdeutet Ihr mich," sagte der Her-zog, auf ein Knie finkend,und was für ein Recht könnt Ihrhaben, Euch über wenige Stunden der Beschränkung zu be-klagen, Ihr, die Ihr so Viele zur hoffnungslosen Gefangen-schaft bestimmt! Seid einmal mitleidig, und zieht den neidi-schen Schleier zurück. Erlaubt wenigstens meiner raschenHand"

Ich will Euer Durchlaucht diese unwürdige Mühe erspa-ren," sagte die Dame mit Stolz; und sich erhebend, warfsie den Schleier zurück, und sagte dabei:Blickt mich an,gnädiger Herzog, und seht, ob dieß wirklich die Reize find,die auf Euer Durchlaucht einen so mächtigen Eindruck gemachthaben."

Buckingham blickte sie an, und die überraschende Wirkungwar so stark, daß er schnell von seinem Knie sich erhob, undein paar Sekunden wie versteinert stehen blieb. Die Gestalt,die vor ihm stand, hatte weder den hohen Wuchs, noch dieblühende Fülle Aleriens; und obgleich vollkommen wohlge-bildet, war sie doch so zart und schmächtig, daß sie fast andas Kindesalter erinnerte. Ihre Kleidung bestand aus meh-reren kurzen Gewändern, von gesticktem Atlas, von verschie-denen Farben, über einander gelegt, oder vielmehr von ver-