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sie sich in meiner Gewalt zu bekennen schien, und meineGnade anrief."
„Und Christian?" sagte Jerningham.
„Mag als ein eingebildeter Esel zum Teufel gehen. EineLust an diesem Gewirre der Jntrigue ist, mich an diesem Bu-ben zu rächen, der sich für so unentbehrlich hielt, daß er beimHimmel sich in meine Vertraulichkeit cindrängte, und mirLehren gab, wie einem Schulknaben. — Hört, ist der Oberstgekommen?"
„Ich erwarte ihn alle Augenblicke, Euer Durchlaucht."
„Schickt ihn herauf, wann er ankommt," sagte der Her-zog. „Was steht Ihr da, und seht mich an? Was wolltIhr von mir?"
„Euer Durchlaucht Befehl in Ansehung der jungen Dame,"sagte Jerningham.
„Potz tausend," sagte der Herzog, „ich hatte sie ganz ver-gessen. — Ist sie sehr zum Weinen geneigt? — außerordent-lich betrübt?"
„Sie benimmt sich nicht so heftig, als ich an andern ge-sehen habe," antwortete Jerningham, „aber, in einem starken,festen, tiefgefühlten Unwillen kenne ich keine, die ihr gleich-kommt."
„Gut, wir wollen sie sich abkühlen lassen. Ich will nichtder Betrübniß einer zweiten Schönen sogleich in's Gesicht se-hen. Ich bin des Schluchzens und der geschwollenen Augenund aufgetriebenen Wangen auf einige Zeit müde, und mußüberdieß mit meinen Gaben, zu trösten, Haus halten. Gehtund schickt den Obersten."
Als er das Zimmer verließ, traf er oben an der großenTreppe Christian selbst, der, sich der Freiheit eines altenHausfreundes bedienend, unangemeldet nach des Herzogs