„Flor?" sagte der Wärter; „was sollte das bedeuten?"
„Er soll meine gelassene Betrübniß und zugleich meinefeste Entschlossenheit anzeigen," sagte Julian.
„Wie es Euch gefällt, mein Herr," antwortete der Schließer.„Ich will Euch mit einem schwarzen Lappen von einer oderder andern Art versorgen. Nun so wollen wir uns auf denWeg machen."
Julian erklärte sich bereit, ihm zu folgen, und nahm nunAbschied von seinem bisherigen Gesellschafter, dem tapfernGottfried Hudson. Die Trennung geschah nicht ohne Bewe-gung von beiden Seiten, vorzüglich aber von Seiten desarmen, kleinen Mannes, der ein besonderes Wohlgefallenan dem Gefährten gefunden hatte, dessen er nun beraubt wer-den sollte.
Julian wurde durch dieselben finstern Gänge, durch dieer hereingekommen war, zum Thor des Gefängnisses geführt,von wo ihn ein Wagen unter Bedeckung an die Wasserfestebrachte. Hier erwartete ihn ein Boot mit vier Aufsehern desTowers, denen er von seinen letztem Begleitern förmlich über-geben wurde. Clink jedoch, der Schließer, mit dem er ge-nauer bekannt war, nahm nicht von ihm Abschied, ohne ihnmit dem verlangten Stück schwarzen Flor auszustatten, denJulian sogleich auf seinen Hut steckte.
ES war um die Zeit der Fluth, und ein starkes Boot mitSegel und Ruder kam so geradezu auf das, auf welchemJulian sich befand, los, als wenn es auf dasselbe stoßen undsich ihm an Bord legen wollte- „Haltet eure Karabiner inBereitschaft," — rief der Oberaufseher zu seinen Gehüsten-„Was zum Teufel können diese Schurken wollen?"
Aber das Schiffsvolk in dem andern Boote schien seinenJrrthum bemerkt zu haben, denn sie änderten plötzlich ihren