Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
494
Einzelbild herunterladen
 

4SI

doch fehl; nicht der leiseste Ton erreichte sein Ohr, und dernächtliche Gast, wenn er noch im Zimmer war, schien ent-schlossen, zu schweigen.

Es war umsonst, daß Peveril hustete, sich räusperte undandere Zeichen seines Wachseins gab; endlich wurde seineUngeduld so groß, daß er sich entschloß, zuerst zu sprechen,in Hoffnung, die Mittheilung zu erneuen.Wer du auchbist," sagte er laut genug, um von einer wachenden Persongehört zu werden, doch nicht so stark, um seinen schlafendenGefährten zu stören.Wer oder was immer du auchbist, der du einigen Antheil an dem Schicksal eines Verstoß-nen, wie Julian Peveril, bewiesen hast, sprich noch einmal,ich beschwöre dich, und laute deine Eröffnung gut oder böse,glaube mir, ich bin gleichmäßig bereit, den Ausgang zu er-warten."

Keine Antwort irgend einer Art erfolgte auf diesen Auf-ruf; auch verrieth nicht der geringste Laut die Gegenwart desWesens, an das er so feierlich war gerichtet worden.

»Ich spreche umsonst," sagte Julian,und vielleicht rufeich nur dasjenige Wesen an, das für menschliches Gefühl un-empfindlich ist, oder ein boshaftes Vergnügen an menschlichenLeiden findet."

Da erhob sich ein sanfter halbgebrochener Seufzer auseinem Winkel des Zimmers, der, als Antwort auf diesenAusruf, der Beschuldigung, die er auSdrllcktc, zu widerspre-chen schien.

Julian, von Natur herzhaft, und jetzt mit seiner Lagevertraut, erhob sich im Bette, und streckte den Arm aus, umseine Beschwörung zu wiederholen, als die Stimme, wie be-unruhigt durch seine Thätigkeit und Entschlossenheit, in einem