495
schneller» Tone als bisher flüsterte: „Sei still — bewege dichnicht — oder ich bin stumm für immer!"
„Ist es ein sterbliches Wesen, das bei mir ist," war dienatürliche Folgerung Julians, „und eines, das wahrscheinlichbesorgt, entdeckt zu werden, so Hab' ich einige Macht überdasselbe, ob ich gleich im Gebrauch derselben vorsichtig seinmuß. — Wenn deine Absichten wohlwollend sind," fuhr erfort, „so gab cs nie eine Zeit, in der ich Freunde mehr be-durfte, oder dankbarer für Wohlthaten sein würde, als ebenjetzt. Das Schicksal Aller, die mir theuer sind, liegt auf derWagschale, und mit Welten würde ich die Botschaft von ihrerRettung erkaufen."
„Ich habe gesagt, meine Macht sei beschrankt," erwie-dertc die Stimme. „Euch kann ich im Stande sein zuerhalten; das Schicksal Eurer Freunde liegt außer meinerGewalt."
„Laß mich cs wenigstens wissen," sagte Julian, „und seies, wie es wolle, ich werde mich nicht scheuen, cs mit ihnenzu theilen."
„Nach wem wollt Ihr Euch erkundigen?" sagte die sanftesüße Stimme, nicht ohne ein Beben des Tones, als wenndie Frage mit mißtrauischem Sträuben gethan würde.
„Nach meinen Eltern," sagte Julian, nach einem augen-blicklichen Bedenken; „wie geht es ihnen? — Was wird ihrSchicksal sein?"
„Es geht ihnen, wie der Festung, unter welcher der Feindeine verderbliche Mine gegraben bat. Das Werk mag Jahrelange Arbeit gekostet haben, solche Hindernisse fanden dieIngenieurs; aber die Zeit bringt günstige Gelegenheit aus ih-ren Flügeln."
„Und was wird der Ausgang sein?" fragte Peveril-