Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
487
Einzelbild herunterladen
 

487

wäre, als die kuge üsemomim, oder die von Tobias im HaufeRaguel's gebrannte Fischleber, alle Kobolde und böse oderbedenkliche Geister vom Platze, wohin cs strahlet, zu verja-gen;wenn sie wirklich," wie der Zwerg sorgfältig seinenSatz verwahrte,irgendwo vorhanden wären, außer in derEinbildungskraft seines Mitgefangenen."

Diesem zufolge war das Zimmer kaum von diesem heili-gen Lichtstückchen erleuchtet, als Julian seinen eigenen Ohrenzu mißtrauen anfing; denn cs war nicht nur Niemand imZimmer, als Ritter Gottfried Hudson und er selbst, sondernalle Schlösser der Thüre waren so gut verwahrt, daß es un-möglich schien, daß sie ohne ein ziemliches Getöse könnten ge-öffnet und wieder geschlossen worden sein, welches, bei demletzten Vorfall wenigstens, seinem Gehör nicht hätte entgehenkönnen, indem er ja in dem Augenblicke, wo die unbekannteErscheinung, wenn sie ein irdisches Wesen war, im Begriffwar, sich aus demselben zurück zu ziehen, auf den Füßen war,und das Zimmer durchsuchte.

Julian sah für einen Augenblick mit großer Ernsthaftigkeitund nicht wenig Betroffenheit erst auf die Thüre, dann aufdas Gitterfenster, und fing an, seine Einbildungskraft zu be-schuldigen, daß sie ihm einen unangenehmen Streich gespielthabe. Er antwortete wenig auf Hudsons Fragen, und hörte,zu seinem Bette zurückkehrend, mit Stillschweigen eine lange,ausstudirte Rede über die Verdienste der heiligen Brigitta an,welche den größten Theil ihrer weitläufigen Legende enthielt,und mit der Versicherung schloß, daß, nach allen über sie er-haltenen Nachrichten, diese Heilige die kleinste aller Frauenwar, ausgenommen die vom Pygmäengeschlecht.

Mittlerweile hatte der Zwerg aufgehört zu sprechen; Ju-lians Wunsch zu schlafen war zurückgekehrt, und nach wenig