Eine volle Stunde sprach er in diesem Tone unausgesetztedaß Peveril bestimmt wurde, auf alle Fälle eine abgesonderteWohnung zu suchen- Nachdem Hudson sein Abendgebet, wievorher, lateinisch hergcsagt hatte (denn er war ein Katholik),fing er, während sie sich auskleidetcn, von Neuem seine Redenan, und fuhr fort zu plaudern, bis er sich und seinen Gesell-schafter ganz artig in Schlaf geschwatzt hatte.
Dreiunddreißigstes Kapitel.
Julian träumte von vorbeischwebendcn Geistern, kauder-welsch sprechenden Phantomen, blutigen Händen, welche, imZwielicht matt erblickt, ihm vorwärts zu winken schienen,gleich einem irrenden Ritter, der auf ein trauriges Abenteuerausgeht. Mehr als einmal fuhr er aus seinem Schlaf em-por, so lebhaft war der Eindruck dieser Gesichte auf seine Ein-bildungskraft, und erwachte immer mit der Vorstellung, daßJemand an der Seite seines Bettes stände. Die Kälte sei-ner Knöchel, das Gewicht und Klirren der Fesseln, als er sichaus seinem Bett umwandte, erinnerte ihn bei dieser Gelegen-heit, wo er war, und unter welchen Umständen. Alles, wasihm thcuer war, jetzt in die äußerste Noth gebracht zu sehen,das fiel schwerer auf sein Herz, als das Eisen an seinenGliedern; auch konnte er sich nicht wieder zur Ruhe begeben,ohne ein stilles Gebet zum Himmel um Schutz zu senden.Als er aber ein drittes Mal durch diese sich stark aufdrängen-den Phantasieen aus der Ruhe erweckt worden war, machte