Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
479
Einzelbild herunterladen
 

479

i

und war dadurch verbunden und fähig zum Widerstand gegenalle Versuchung, mich vor der Zeit zu erkennen zu geben.Nichts desto weniger ging der Herzog wenn aus Bosheit,so mag es ihm der Himmel vergeben ging selbst mit indie Küche hinunter, und drang sehr scharf bei dem Oberkochdarauf, daß die Pastete, wäre es auch nur auf fünf Minuten,erwärmt würde. Allein der Küchenmeister, der von den Ab-sichten meiner königlichen Gebieterin unterrichtet war, wider-setzte sich höchst männlich diesem Befehl; und ich wurde wohl-behalten auf die königliche Tafel wieder zurückgebracht."

Und ohne Zweifel zu gehöriger Zeit aus Eurer Gefan-genschaft erlöst?" sagte Peveril.

Ja, mein Herr; dieser glückliche, und ich kann sagen,glorreiche Augenblick kam endlich heran," fuhr der Zwerg fort.Die Oberrinde wurde abgenommcn ich fuhr empor beimSchall der Trompeten und Zinken, gleich der Seele einesKriegers, wann der letzte Aufruf erschallen wird. Damalswar es, da ich, mit meinem Schilde am Arm, und mit mei-nem treuen Bilbao-Degen in der Hand, einen kriegerischenTanz aussuhrte, worin ich mich durch meine Geschicklichkeitund Gewandtheit vorzüglich auszeichnete, indem ich zugleichmeine Stellungen sowohl zur Vertheidigung, als zum An-griff, auf eine so ganz unnachahmliche Art sehen ließ, daß ichvon dem Beifall Aller um mich her fast betäubt, und durchdie wohlriechenden Wasser, mit denen mich die Hofdamen ausihren Spritzflaschcn überschwemmten, fast erstickt wurde.

Der Zwerg hielt hier einen Augenblick inne, und fuhrdann fort:Ihr möget in Eurer Aufrichtigkeit geglaubt ha-ben, daß das hübsche Schauspiel, das ich erwähnte, bloß zumeinem Vortheil hätte angeführt werden können, und dochboten die Höflinge, die mir übel wollten, und mich beneide-