Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
478
Einzelbild herunterladen
 

in meinem dunkeln Aufenthaltsorte war, ob mich nicht einungeschickter Aufwärter möchte fallen lassen, was ich bei einerWildpretpastete gesehen habe; oder ob nicht irgend ein hung-riger Gast dem Augenblick meiner Auferstehung zuvorkommen,und sein Messer in meine Oberrinde stecken möchte. Und obich gleich meine Waffen bei mir hatte, junger Mann, wie ichin jeder gefährlichen Lage zu thun pflegte, so würden doch,wenn so eine rasche Person tief in die Eingeweide diesermuthmaßlichen Pastete eingedrungen wäre, mein Schwert undDolch bloß zur Rache, sicherlich aber nicht zur Verhinderungeines dieser Fälle haben dienen können."

Ganz gewiß, das begreif' ich," sagte Julian, der jedochzu fühlen anfing, daß die Gesellschaft des kleinen Hudson, beiseiner Geschwätzigkeit das Unangenehme des Aufenthalts imGefängnisse eher vermehren als mindern dürfte.

Nein," fuhr der kleine Mann fort, sich weiter über seinenvorigen Gegenstand verbreitend,ich hatte andere Anlässezur Besorgniß; denn cs beliebte dem Lord Buckingham, demVater seiner jetzigen Durchlaucht, auf dem höchsten Gipfel derHofgunst, zu befehlen, daß die Pastete hinunter in die Küchegetragen, und von Neuem dem Ofen übergeben würde, ausdem widersinnigen Grunde, es wäre besser, sie warm, als kaltzu essen."

Und brachte Euch das nicht aus der Fassung?" fragteJulian.

Mein junger Freund," sagte Gottfried Hudson,ich kannes nicht läugnen. Die Natur will ihre Rechte behauptenbei dem Besten und Beherztesten von uns- Ich dachte anNebucadnezar und seinen feurigen Ofen, und mir ward warmvor Angst. Aber ich danke dem Himmel, ich dachte auch anmeine beschworne Pflicht gegen meine königliche Gebieterin,