Schwierigkeit aus den Armen seiner Begleiterinnen, schlugseinen Mantel hastig um seinen linken Arm, und sagte ernstzu seinen Gegnern: „Wollt ihr mir eure Namen angeben,meine Herren; oder wollt ihr so gefällig sein, Platz zumachen?"
„Nicht eher, als bis wir wissen, für wen wir Platz machensollen," sagte Einer von ihnen.
„Für Einen, der euch sonst lehren will, was euch fehlt —gute Lebensart," sagte Peveril, und rückte vor, als wollte erzwischen ihnen durchdringen.
Sie trennten sich nun von einander, aber Einer von ihnenstreckte seinen Fuß vor Peveril, als wollte er ihm ein Beinunterschlagen. Das Blut seiner Adern kochte schon in ihm,er schlug den Mann mit dem eichenen Stabe, über den ereben gespottet hattet, in's Gesicht, warf ihn dann weg, undzog sogleich sein Schwert. Aber die Andern zogen auch undstießen zugleich; allein er fing die Spitze des einen Rappiersin seinem Mantel auf, und parirte dem Andern mit seinemeigenen Degen aus. Julian mochte bei dem zweiten Kampfeweniger glücklich gewesen sein; aber ein Geschrei erhob sichunter den Fährleuten: „Schande, Schande! Zwei gegenEinen!"
„Das sind Leute vom Herzog von Buckingham," sagte dereine Kerl — „denen bleibt man sichrer vom Halse."
Die niederen Stände des Volks in London haben sich zuallen Zeiten durch ihre Lust am Faustrecht und an der Billig-keit und Unparteilichkeit, womit sie es ausgeübt sehen, ausge-zeichnet. Die edle Vertheidigungskunst war damals so allge-mein bekannt, daß ein Gefecht auf Rappiere zu jenen Zeiteneben so viel Theilnahme und eben so wenig Verwunderungerregte, als ein Faustkampf in unfern Tagen. Die in solchen