450
Diese zwei Stutzer gingen mehr als einmal, Arm in Armgeschlungen, bei Peveril vorbei; schlenkerten dann so einher,Laß sie ihn nöthigten wieder bei ihnen vorbei zu kommen,lachten und flüsterten zu einander während dieser Manövers,gafften stier Peveril und seine Begleiterinnen an, und erwie-sen ihnen, wenn sie auf einander stießen, nicht die Gefällig-keit, auszuweichen.
Peveril bemerkte nicht sogleich ihre Unart; als sie aber zuauffallend ward, um seiner Wahrnehmung zu entgehen, fingsich seine Galle zu regen an, und zur Vermehrung aller üb-rigen Verlegenheiten, hatte er nun die lebhafte Begierde zubekämpfen, die zwei Lassen, die ihn so zu beleidigen suchten,weidlich durchzuprügeln. Nachsicht und Duldung waren ihmfreilich durch die Umstände stark geboten; aber auf die Längewar es kaum möglich, ihre Forderungen ferner zu erfüllen.
Als Julian sich genöthigt sah, zum dritten Mal mit sei-nen Gefährtinnen bei diesen lästigen Gecken vorüber zu gehen,hielten sie dicht hinter ihm, und sprachen so laut, daß mansie hören konnte, und in einem Tone vollkommener Gleich-gültigkeit, ob man sie hörte oder nicht.
„Das ist ja ein ungeheures Glück für den Bauertölpel,"sagte der längste von Beiden, indem er auf den einfachenAnzug Peverils anspielte, der kaum für die Londoner Straßenschicklich war. „Zwei solche schöne Mädchen, und unter demSchutz eines Graurocks mit einem eichenen Reisestock!"
„Nein, für einen Puritaner, und zwar ein übergroßes,"sagte sein Begleiter. „Man kann den Puritaner aus seinemSchritt und aus seiner Geduld erkennen."
„Recht wie ein voller Humpen, Thomas," sagte seinFreund — „JsascharS Esel, der sich zwischen zwei Lastenbückt.«