ihres Vaters, ihr gern gewähren würde; auch habe sie diesenicht weiter nöthig, als bis sie ihres Vaters Aufenthaltwürde erreicht haben.
„So lebt denn wohl, Fräulein, und geht in Gottes Na-men," sagte der König; „es thut mir leid, daß so viel Schön-heit mit so viel bitterem Argwohn verbunden sein mußte. —Herr Pcveril, sollt' ich meinen, Ihr hättet genug mit Eureneigenen Angelegenheiten zu thun, ohne sich in die Grillen desschönen Geschlechts zu mischen. Die Pflicht, alle verirrteMädchen auf den rechten Weg zu bringen, ist, so wie dieSachen in dieser guten Stadt gehen, fast ein zu schweresUnternehmen für Eure Jugend und Unerfahrenheit."
Julian, voll Verlangen, Alexie sicher von einem Orte hin-weg zu bringen, dessen Gefahren er völlig zu ermessen an-fing, antwortete nichts auf diesen Ausfall, sondern führte sie,nach einer ehrerbietigen Verbeugung, aus dem Zimmer. Ihrplötzliches Erscheinen und die darauf folgende lebhafte Scenehatten, für den Augenblick, gänzlich die Erinnerung an ihrenVater und an die Gräfin von Derby verschlungen; und wäh-rend die stumme Dienerin der Letzteren als eine schweigende,und gleichsam erstaunte Zuschauerin alles Vorgefallenen imZimmer zurückblieb, hatte Peveril, in der vorherrschendenTheilnahme an Aleriens zweifelhafter Lage, ihre Anwesenheitgänzlich vergessen. Aber kaum hatte er das Zimmer verlas-sen, ohne sie zu bemerken, oder zu erwarten, als Fenella, wieaus tiefem Sinnen auffahrend, sich aufrichtete, und wild umsich her blickte, wie aus einem Traum erwachend, als wolltesie sich überzeugen, daß ihr Begleiter fort wäre, ohne ihrdie geringste Aufmerksamkeit zu beweisen. Sie faltete dieHände zusammen, und warf die Blicke aufwärts, mit einemAusdruck von solchem Seelenkampf, welcher Carl'n (wie