gutmüthigen Lächeln zu begleiten; als er aber sowohl dieausnehmende Richtigkeit und Genauigkeit, als auch die be-wundernswürdige Verbindung zwischen Anmuth und Behen-digkeit bemerkte, womit sie zu seiner Lieblingsmelodie einenihm ganz neuen Tanz aussührte, verwandelte Carl sein bloßesWohlgefallen in enthusiastischen Beifall. Er gab den Takt zuihren Bewegungen mit dem Fuße — applaudirte mit Kopfund Hand — und schien, wie sie selbst, ganz hingerissen zu sein.
Nach einer schnellen, doch anmuthigen Reihe von Lntre-eliuts, führte Fenella eine langsame Bewegung ein, welche denTanz schloß; dann verneigte sie sich tief, und blieb bewegungs-los vor dem Könige stehen, die Arme über den Busen gefal-tet, den Kopf herabgesenkt, und die Augen niedergeschlagen,nach Art eines morgcnländischen Sklaven; während man durchden nebligen Schleier ihrer schattigen Locken bemerken konnte,daß die Rothe, welche die Bewegung in ihre Wangen gerufenhatte, schnell verschwand und ihrer natürlichen dunkeln FarbePlatz machte.
„Bei meiner Ehre!" rief der König aus, „sie gleicht einerFee, die im Mondschein hüpft- Es müssen mehr Luft undFeuer, als Erde, die Theile ihres Körpers bilden- Es ist gut,daß die arme Lenore Gwynn sie nicht sah; sie wäre vor Gramund Neid gestorben. — Nun, ihr Herren, wer von euch hatdies hübsche Stück Morgenzeitvertreib ausgedacht?"
Die Hofleute sahen einander an; aber Keiner fühlte sichbefugt, auf das Verdienst einer so angenehmen UnterhaltungAnspruch zu machen.
„So müssen wir die helläugige Npmphe selbst befragen,"sagte der König, und fuhr, Fenella ansehend, fort: „Sag'uns, holdes Kind, wem verdanken wir das Vergnügen, dich