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Einnehmendes für ein Auge hatten, das vielleicht bis zumUcberdruß an den gewöhnlichen Formen weiblicher Schönheitsich geweidet hatte. Sie schien nicht zu bemerken, wie genausie beobachtet würde; sondern, wie unter einem unwidersteh-lichen Antriebe handelnd, der von den Tönen, auf die sie zuhorchen schien, -erkam, löste sie die Haarnadel, um welcheihre langen Locken gewunden waren, und plötzlich sie um ihrenschlanken Leib schlingend, begann sie mit unendlicher Anmuthund Gewandtheit zu der Melodie, welche das Flageolet spielte,zu tanzen.
Peveril vergaß fast des Königs Gegenwart, als er sah,mit welcher bewunderungswürdigen Grazie und Geschmeidig-keit Fenella zu den Noten Takt hielt, die sie nur aus denBewegungen der Finger des Musikers erkennen konnte. Erhatte freilich unter andern wunderbaren Erscheinungen voneiner Person in FenellenS unglücklicher Lage gehört, daß siedurch ein gewisses unerklärliches und räthsclhaftes Gefühl dieFähigkeit erlangte, ein Instrument zu spielen, ja sogar dieAufführung von Musikstücken zu leiten, und er hatte auch vonTaubstummen gehört, die ziemlich richtig tanzten, indem sieauf die Bewegungen ihrer Mittänzer Acht gaben. Aber Fe-nella s Ausführung ihres Tanzes schien wunderbarer, als Bei-des, weil der Musikus durch seine geschriebenen Noten geleitetwurde, und der Tänzer durch die Bewegungen der Andern,während Fenella keine Kunde bekam, außer dem, was sie mitunendlicher Genauigkeit durch Beobachtung der Bewegung derFinger des Tonkünstlers auf seinem kleinen Instrument auffaßte.
Den König, dem die besonder» Umstände, welche Fenella'sTanz so bcwundernSwerth machten, unbekannt waren, ver-gnügte es, bei ihrem ersten Anfänge, das, was bei diesem son-derbaren Mädchen ein fröhlicher Ausbruch schien, mit einem