Hatten ihn von der Unfähigkeit der Wärterin Debora zureinzigen Pflege eines so thcuern Pfandes belehrt; und be-reitwillig und voll Dank nahm er den gütigen Antrag Chri-stians, ihres mütterlichen Oheims, an, Alerie unter die Auf-sicht einer Dame von Rang in London zu bringen, währender selbst in die unruhigen und blutigen Auftritte verwickeltwerden konnte, die er mit allen guten Protestanten, bei einemallgemeinen Aufstande der Papisten, sehr bald erwartete, wo-fern sie nicht durch die thätigen und kraftvollen Maaßregelndes Volks von England verhindert würden.
So versichert, der weltliche Aufseher seiner Nichte für ei-nen hinreichend langen Zeitraum zur Ausführung seines Plans,wie er sich schmeichelte, zu werden, suchte Christian sich denWeg durch Berathung mit Chiffinch zu bahnen, dessen bekannteGewandtheit in der Hospolitik ihn am meisten zum Rathgeberbei dieser Gelegenheit geschickt machte. Aber dieser, der inder Thai für die Vergnügungen des Königs zu sorgen hatte,und deßhalb in großer Gunst stand, glaubte, es gehöre inden Bereich seines Amtes, einen andern Plan anzugeben, alsden, über welchen ihn Christian zu Rathe zog. Ein Mädchenvon so ausnehmender Schönheit, als Alerie beschrieben wor-den war, hielt er für würdiger, eine Theilnehmerin der Nei-gungen des muntern Monarchen, dessen Geschmack an weib-licher Schönheit so ausgezeichnet war, als die Frau einesheruntergekommenen Verschwenders von vornehmem Standezu werden.
Chiffinch fand, nachdem er Christian vorsichtig erforschthatte, daß die nahe Aussicht auf Vortheil für ihn selbst ihnwirklich abhielt, sein Befremden über diesen heillosen Planzu erkennen zu geben, entwickelte ihn ihm vollständig, behieltsorgfältig das endliche Resultat zurück, und sprach von der