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Beste für ihn, für das Mädchen, und vornehmlich für mich,Eduard Christian."
Mit solchen niedrigen Beruhigungsmitteln betäubte derBösewicht sein Gewissen, indeß er die Schande der Familieseines Freundes und das Verderben einer nahen Verwandtenim Geiste vorauesah, welche man voll Vertrauen seiner Sorgeübergeben hatte. Sein Charakter war nicht von gemeinerArt; auch war er nicht auf einem gewöhnlichen Wege zu ei-ner solchen gefühllosen und niederträchtigen Selbstsucht cmpor-gestiegen-
Eduard Christian war, wie der Leser weiß, der Bruder je-nes Wilhelm Christian, welcher das Hauptwerkzeug zur Ueber-gabe der Insel Man an die Republik abgegeben hatte, unddeßhalb das Schlachtopfer der Rache der Gräfin von Derbyward. Beide waren als Puritaner erzogen worden: aberWilhelm war ein Soldat, was einigermaßen die Strengeseiner religiösen Meinungen mäßigte; Eduard, ein Civilist,schien diese Grundsätze äußerst streng zu behaupten. Aber eSwar bloßer Schein. Sein regelmäßiges Leben, das ihm großeEhre und Macht bei der nüchternen Partei, wie fie sichselbst zu nennen pflegte, verschaffte, verhüllte seinen wollüstigenSinn, dessen Befriedigung ihm so süß war, wie gestohlenesWasser, und so angenehm, wie heimlich verzehrtes Brod.Während ihm daher seine scheinbare Frömmigkeit zeitlichenGewinn brachte, entschädigten ihn seine heimlichen Genüsse fürseine äußerliche Strenge, bis die Wiederherstellung des Konig-thums und das gewaltsame Verfahren der Gräfin gegen sei-nen Bruder den Fortgang von Beidem unterbrachen. Erentfloh von seiner heimathlichen Insel, entbrannt von Be-gierde, seines Bruders Tod zu rächen — der einzigen Lei-denschaft, welche seinem immer genährten Lieblingshange fremd,