Julian; „das sind deine Mittel zur Rache. Aber denk' anmich, — ich kenne deine niederträchtige Absicht auf ein ge-wisses Frauenzimmer, das zu würdig ist, als daß ihr Namein so ein nichtswürdiges Ohr schallen sollte. Du hast mireine Beleidigung zugefügt, und du sichst, ich habe sie vergol-ten. Aber verfolge nur diese fernere Niederträchtigkeit, undsei versichert, ich will dir den Tod geben, wie einem giftigen,kriechenden Thier, dessen bloßer Geifer dem Menschen tödtlichist. Verlaß dich darauf, als wenn cs Machiavell geschworenhätte; denn so gewiß du bei deinem Borsatze bleibst, so ge-wiß will ich meine Rache verfolgen- — Folge mir, Launce,und laß ihn über das Nachdenken, was ich ihm gesagt habe."
Launce hatte, nach dem ersten Stoße, eine sehr leichteRolle in diesem Kampfe gehabt; denn Alles, was er zuthun hatte, war, das Ende seiner Peitsche, nach Art einesGewehrs, auf den erschrockenen Franzosen zu richten, der,auf dem Rücken liegend, eben so wenig Macht oder Vorsatzzum Widerstande hatte, als ein Thier unter dem Schlacht-meffer.
Von der leichten Pflicht, einen solchen geduldigen Gegnerzu bewachen, von seinem Herrn abgerufen, bestieg Launcewieder sein Pferd, und beide ritten fort, und überließen ihreüberwundenen Gegner ihrem eigenen Tröste, so gut sie sichdenselben über ihr Mißgeschick geben konnten. Aber Trostwar schwer in ihren Umständen zu finden. Der Franzose hattedie Zerstreuung seiner Gewürze und die Zerstörung seinesSaucenmagazins, — Chiffinch die Vereitlung seiner Jntrigue,und ihre vorzeitige Entdeckung zu beklagen. „Gegen diesenKerl wenigstens (dachte er) kann ich nichts ausgcschwatzt ha-ben, — hier hat mich allein mein böser Genius verrathen.Mit dieser höllischen Entdeckung, die mir von allen Seiten so