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Jeremias sagte: „Dicß find die Briefe. Laßt einen von denBurschen auf Tod und Leben nach London reiten, und fie andie Adresse abgeben; die Nebligen mögen auffitzen, und mirfolgen."
Es waren volle drei Stunden nach ihrer Abreise, alsChiffinch in das Zimmer, wo sie zu Abend gespeist hatten,geschlendert kam, in einem brocatnen Schlafrock, mit einergrünen Sammetmüße auf dem Kopfe, die mit den kostbarstenBrüsseler Spitzen aufgeschlagen war. Er schien nur halbwach, und forderte mit schlaftrunkener Stimme ein Glaskaltes, leichtes Bier- Sein ganzes Wesen und Ansehen ver-rieth einen Menschen, der am vorigen Abend stark mit Bac-chus gerungen, und kaum sich von den Wirkungen seinesKampfs mit dem muntern Gotte erholt hatte. Launce, densein Herr angewiesen hatte, seine Bewegungen zu belauern,brachte ihm dienstfertig den kühlenden Trank, und entschul-digte den Wirth, statt dessen er komme, mit dem Wunsche,den er gehabt habe, einmal einen Londoner in seinem Schlaf-rock und seiner Schlafmütze zu sehen.
Chiffinch hatte kaum seinen Morgentrunk zu sich genom-men, als er nach Lord Saville fragte.
»Ihre Gnaden find schon bei frühem Morgen abgereist,"war Launce's Antwort.
„Was zum Teufel!" rief Chiffinch aus. „Das ist nichtsehr höflich. — Was! fort nach dem Wettrennen mit demganzen Gefolge?"
„Alle, bis auf Einen," antwortete Launce, „den der gnä-dige Herr mit Briefen nach London zurückschickten."
„Nach London mit Briefen!" ries Chiffinch. „Ei, ich gehenach London, und hätte seinem Boten eine Mühe ersparenkönnen. — Aber still — halt — ich fange mich an zu befin-
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