Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
368
Einzelbild herunterladen
 

368

stören, und mit dem Versprechen, daß er bald mit einer kal-ten Rindskeule und einem Krug Hausbier bedient werdensollte. Nur schwach erhellte das Licht die Stube, welchesvon dem wohlerleuchteten Zimmer durch eine Art Fenster-laden, der dem Wirth einen Blick in dasselbe verschaffte, her-über schimmerte.

Diese an sich ziemlich unbequeme Lage war für die gegen-wärtige Gelegenheit gerade so, wie sie Julian gewählt habenwürde. Er wickelte sich in Launce's Mantel, der durch Alterund Wetter tausendfache Farben erhalten hatte, und schicktesich so still als möglich an, die beiden Gäste zu beobachten,die sich des ganzen Zimmers bemächtigt hatten. Sie saßenan einer mit solchen köstlichen Seltenheiten" wohl besetztenTafel, welche nur von einem geschickten Koche halten herbei-gcschafft und zubereitct werden können, und schienen ihm inbeiderlei Hinsicht viel Gerechtigkeit angedeihen zu lassen.

Julian fand cs nicht sehr schwer, sich zu überzeugen, daßder eine von den Reisenden Smith war. Den andern, derihm in's Gesicht sah, hatte er nie zuvor gesehen. DieserLetztere ging wie ein Stutzer vom ersten Range gekleidet.Sein Reiscmantel war im neuesten und feinsten Geschmack ge-stickt; die Stickerei seiner Weste und der besondere Schnittseiner Beinkleider vorzüglich. Die Füße hatte er auf einenStuhl gestreckt, und betrachtete die hübsche Form derselbenmit unendlicher Zufriedenheit.

Julian belauschte nun in seinem Versteck ein für ihn sehrwichtiges Gespräch zwischen dem Lord und Smith, oder, daßwir ihn bei seinem wahren Namen nennen, Chiifinch. DerLetztere erzählte, wie Eduard Christian, der Bruder jenesWilhelm Christian, den die Gräfin von Derby hinrichten ließ, unter dem Namen Ganleffe, den jungen Peveril in eine