Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
336
Einzelbild herunterladen
 

Paar der altern Gäste, deren Haare durch die Zeit dünn ge-worden waren, hatten den Kopf mit einem Käppchen vonschwarzer Seide oder Sammet bedeckt, welches zwischen dieOhren und über den Schädel gezogen, und kein Haar hcrvor-laffend, die erster» auf jene ungefällige Art hervvrragen ließ,die man auf alten Gemälden bemerken kann, und welche denPuritanern die Benennungspitzöhrige Stutz- oder Ruud-köpse" zuzog.

Diese Männer saßen an der Wand, jeder in seinem alten,bochlehnigen, langbeinigen Stuhle, ohne einander anzusehen,noch, wie es schien, mit einander zu sprechen, sondern in ihreeignen Gedanken vertieft.

Major Bridgenorth ging mit geräuschlosem Schritt undmit einem eben so gesetzten und ernsten Wesen an dieser Ge-sellschaft vorüber. Er hielt vor jedem nach der Reihe, und«heilte, wie es schien, im Vorübergebe» die Vorgänge desAbends und die Umstände mit, unter welchen der Erbe vomSchloß Martindale gegenwärtig ein Gast zu Moultrassie-Hallgeworden sei. Jeder schien bei seinem kurzen Bericht sichwie bezaubert zu regen, und die meisten von ihnen warfen,als sie die Erzählung ihres Wirthes hörten, auf Julian einenBlick der Neugier, gemischt mit stolzer Verachtung und demBewußtsein ihrer geistigen Ueberlegcnheit, obgleich manchmalder mildere Einfluß des Mitleidcns sichtbar genug war.Julian würde dieses peinigende Augenspiel mit größerer Un-geduld auSgchalten haben, wäre er nicht mit Beobachten derBewegungen Aleriens beschäftigt gewesen, welche durch'sZimmer schlüpfte, und bloß sehr kurz und leise mit einem unddem andern der Gesellschaft, die sie anredeten, sprechend, ihrenPlatz neben einer alten Dame nahm, die eine dreifache Haubetrug, das einzige Frauenzimmer in der Versammlung war,