Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
299
Einzelbild herunterladen
 

lizeidiener. Auf Eure Gesundheit, meine Herren, ein Glasdes feinsten Kanariensekts."

Höre, höre, Johann," sagte seine Frau,wirs dich nichtweg, indem du Zeugen mit Richtern und Polizeidienern zu-sammen nennst. Die ganze Welt weiß, wie sie zu ihremGelde kommen."

Ja, Frau; aber die ganze Welt weiß, daß sie dazu kom-men; und das ist ein großer Trost. Sie rauschen einher inihrer Seide, und prahlen in ihrem Leder und Scharlach. Wersonst, als sie?" -

Ich verstehe alle diese Sachen nicht, ganz und gar nicht,"sagte die Wirtbin,und wenn hundert Jesuiten zu einer Be-rathschlagung in mein Haus kämen, so würde ich denken, esläge ganz außer meinem Fache, Zeugniß wider sie abzule-gen, vorausgesetzt, daß sie hübsch tränken und ihre Zeche be-zahlten."

Ganz recht, Frau Wirthin," sagte ihr älterer Gast;dasheiße ich gut gewirthschastet; und so will ich meine Zeche so-gleich bezahlen, und meiner Wege ziehen."

Peveril seinerseits verlangte auch seine Rechnung, und be-zahlte sie so freigebig, daß der Müller den Hut schwenkte, alser ihm seinen Bückling machte, und die Wirthin sich bis anden Boden verneigte.

Die Pferde beider Gäste wurden vorgeführt, und sie stie-gen auf, »m in Gesellschaft abzureisen. Der Wirth und dieWirthin standen in der Thüre, um sie abreisen zu sehen. DerWirth bot dem älter» Gaste ein Glas, während die WirthinPeveriln eins aus ihrer eignen besonder» Flasche reichte. Indieser Absicht stieg sie mit Flasche und Glas in der Hand aufden Aufsteigeblock, so daß es dem scheidenden Gast leicht war,auch vom Pferde ihre Artigkeit auf die beste Art zu crwie-