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an ihre Lippen, als wenn sie ihm Nachsicht geböte, und Ju-lian, wohl wissend, daß sie auf unmittelbaren Auftrag derGräfin bandelte, gehorchte ihr diesem gemäß, aber mit deminncrn Entschlüsse, dem Grafen unverzüglich über die Gefahr,welcher das Schloß in diesem Punkt ausgcsctzt wäre, seineGedanken mitzutheilen.
Unterdessen stieg er die Leiter mit einiger Vorsicht hinab,denn die Sprossen waren ungleich, abgenutzt, feucht undschlüpfrig; und nachdem er sich in den Hinterthcil des Bootsgesetzt hatte, gab er den Leuten ein Zeichen, abzustoßen, undwandte sich mit einem Lebewohl an seine Führerin. Zu sei-nem größten Erstaunen sah er Fenella die gefährliche Leitermehr herabgleitcn als ordentlich -erabsteigen; und als dasBoot schon vom Lande gestoßen war, that sie mit unglaub-licher Gewandtheit einen Sprung von der letzten Stufe, undsetzte sich neben Peveril, eh' er noch Vorstellungen dagegenmachen oder sein Befremden auSdrücken konnte. Er befahlden Leuten, wieder an den einstweiligen Landungsplatz zu-rückzurudern, und ihr durch seine mißfällige Miene die Noth-wendigkeit ihrer Rückkehr zu ihrer Gebieterin begreiflich zumachen. Fenella faltete ihre Arme, und sah ihn mit einemstolzen Lächeln an, welches ganz,die Bestimmtheit ihres Vor-»satzcs ausdrückte. Peveril war äußerst verlegen; er fürchtete,die Gräfin zu beleidigen, und durch erregten Lärm, wozu eraußerdem in große Versuchung kam, ihren Plan zu stören.Bei Fenella konnte offenbar keine Vorstellung den geringstenEindruck machen, und es blieb die Frage, wie er, wenn siemit ihm fortreiste, einer so sonderbaren und unschicklichen Ge-sellschafterin los werden, und zugleich hinlänglich für ihrepersönliche Sicherheit sorgen sollte.
Die Bootsleute brachten die Sache endlich zur Entschei-