Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
271
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schloffen die Feder, und schrieb an Alcrien folgenden Brief,der seine Lage schilderte, so wie cs ihm die gerechte Rücksichtauf die Gräfin erlaubte.

Ich verlasse Euch, theuerste Alcrie, und ob ich gleich,indem ich cs thue, nur Eurem Befehle gehorche, so kann ichdoch auf wenig Verdienst wegen meiner Folgsamkeit Anspruchmachen, weil ich fürchte, ohne hinzugekommcne und höchstdringende Gründe nicht fähig gewesen zu sein, diese EureForderungen zu erfüllen- Aber Familienangelegenheiten vonWichtigkeit nöthigen mich, ich besorge, für mehr als eineWoche, mich von dieser Insel zu entfernen. Meine Gedanken,Hoffnungen und Wünsche werden auf jenen Augenblick ge-richtet sein, der mich wieder nach Blackfort und seinem lieb-lichen Thale bringt. Lasset mich hoffen, daß die Eurigen zu-weilen auf der einsamen Verbannung weilen, welche nichts,als das Gebot der Pflicht und der Ehre dazu machen konnte.Fürchtet nicht, daß ich gesonnen bin, Euch in einen geheimenBriefwechsel zu verwickeln, und lasset cS Euren Vater nichtfürchten. Ich könnte Euch nicht so lieben, ohne die Offenheitund Lauterkeit Eures Wesens; und ich wünschte nicht, daßIhr Eurem Vater eine Splbe von dem verhehltet, was ichhier bekenne. In Hinsicht andrer Dinge kann er selbst dieWohlfahrt unsers gemeinschaftlichen Vaterlandes nicht eifrigerwünschen, als ich. Verschiedenheiten können Vorkommen inAbsicht auf die Art, wie dieselbe zu erlangen ist, aber in derHauptsache kann, ich bin davon überzeugt, unsere Denkungs-art nur dieselbe sein; auch kann ich mich nicht weigern, aufseine Erfahrung und Weisheit zu hören, selbst wenn sie amEnde mich nicht überzeugen sollten. Lebt wohl, Alcrie, lebtwohl! Viel ließe sich dem schwermüthigen Worte beifügen,aber nichts, das die Bitterkeit des Gefühls ausdrückte, wo-