aus's Acußcrste gekränkt fühlen würde, wenn sie denken sollte,daß ihr übereilter Rückzug an diesen Ort sie dem Gelächterder Insulaner aussetzte, und sie ist daher verlegen und inübler Laune. — Aber, dem Himmel sei Dank! da schlägt dieGlocke des Mittagsmahles. Ich wollte, die Philosophen, dieeine gute Mahlzeit für Sünde und Zeitverschwendung hal-ten, möchten uns nur einen halb so angenehmen andern Zeit-vertreib angcben."
Das Mahl, das der Graf als ein Mittel, sich einen Theilder Zeit, die ihm sehr lang ward, zu verkürzen, so begieriggewünscht hatte, war bald vorüber, so bald wenigstens, alsdie gewöhnliche fürstliche Pracht im Haushalte der Gräfin cserlaubte. Sie selbst, in Begleitung ihrer Kammerfrauen undBedienten, zog sich, nach aufgehobener Tafel, frühzeitig zu-rück, und die jungen Männer blieben allein ' Wein hatte fürden Augenblick keinen Reiz für den einen oder den andern,denn der Graf war ganz mißmuthig vor Langerweile undUeberdruß an seiner eintönigen und einsamen Lebensweise,und die Begebenheiten des Tages hatten Julian zu viel Stoffzum Nachdenken gegeben, um ihm zu erlauben, unterhaltendeund anziehende Materien des Gesprächs aufzusuchen. Nach-dem die Flasche einige Male stillschweigend unter ihnen her-umgegangen war, zog sich Jeder in eine abgesonderte Nischeder Fenster des Speisezimmers zurück.
Während Peveril umsonst aus den von dem Vater undder Tochter gegebenen Winken etwas Wahrscheinliches her-auözuziehen suchte, fühlte er etwas ihn sanft bei dem Mantelzupfen. Er schlug seine im Nachdenken in einander geschlun-genen Arme aus einander, zog seine Augen von der leerenAussicht der Secküste und des Meeres, worauf sie ziemlichunbewußt gerichtet waren, zurück, und sah neben sich Fenella.