„Es war allerdings Folge der Belehrungen dieser vor-trefflichen Mutter," erwiederte Peveril, „daß ich fähig war,in meiner frühen Jugend die hinterlistigen Angriffe zurückzu-trciben, welche katholische Priester, deren Gesellschaft ich nichtvermeiden konnte, auf meinen religiösen Glauben machten.Gleich ihr, hoffe ich in dem Glauben der reformirten KircheEnglands zu leben und zu sterben."
„Der Kirche Englands!" rief Bridgenorth, indem er sei-nes jungen Freundes Hand fallen ließ, aber sogleich wiederergriff — „Oh! diese Kirche, wie sie jetzt beschaffen ist, maßtsich kaum weniger, als Rom selbst, über die Gewissen unddie Rechte der Menschen an; doch aus der Schwäche dieser-alb reformirten Kirche kann es Gott gefallen, Englands Be-freiung und seinen eignen Ruhm hervorgehen zu lassen. Eskommt uns nicht zu, das Werkzeug zu bestimmen, womit un-sere Flucht aus dem Netze des Voglers bewirkt wird. Ge-nug, daß ich Euch zwar noch nicht mit dem Licht der reinernLehre erleuchtet finde, sondern nur vorbereitet, Vortheil vondemselben zu erhalten, wenn sein Funke Euch erreichen wird.Genug, daß ich Euch willig finde, Euer Zeugniß zu erheben,und laut zu schreien und ohne Schonung gegen die Jrrthü-mcr und die Ränke der römischen Kirche. Aber bedenkt,daß Ihr bald werdet ausgefordert werden, das, was Ihrjetzt gesagt, auf die feierlichste, ernsthafteste Art zu recht-fertigen."
„Was ich gesagt habe," erwiederte Julian, „als die ge-radeste Gesinnung meines Herzens, soll, bei keiner schicklichenGelegenheit, durch mein offenes Bekenntniß unbekräftigt blei-ben, und ich wundere mich, daß Ihr daran zweifelt."
»Ich zweifle daran nicht, mein junger Freund," sagte Brid-genorth; „und ich hoffe, Euren Namen unter denen gefeiert