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Aber während er so sprach, in froher Erwartung der Ein-willigung, um die er flehte, fand Alerie Mittel, ihre Ent-schlossenheit wieder zu sammeln, welche, durch die Heftigkeitihres Geliebten, ihre eigene Zuneigung und die Eigentüm-lichkeit ihrer Lage wankend gemacht, sie beinahe ganz verlassenhatte. Sie machte sich aus seinem Arm los, mit dem er siean seine Seite gedrängt hielt — erhob sich und sagte, indemsie seine Versuche, sich ihr zu nähern oder sie zurück zu halten,abwies, mit einem Ausdruck von Offenheit, und nicht ohneWürde: „Julian, ich wußte wohl, daß ich viel wagte, indemich Euch zu dieser Zusammenkunft einlud; aber ich vermuthetenicht, daß ich so grausam sowohl gegen Euch, als gegen michsein könnte, Euch entdecken zu lassen, was Ihr jetzt zu deut-lich gesehen habt, daß ich Euch mehr liebe, als Ihr mich.Aber weil Ihr es wisset, so will ich Euch zeigen, daß AleriensLiebe uneigennützig ist. Sie will keinen unedlen Namen inEuer altes Haus bringen —"
„Könnt Ihr so sprechen, Alerie," unterbrach sie Julian.„Könnt Ihr solche Ausdrücke gebrauchen? und fühlt Ihr nicht,wie deutlich sie verrathen, daß es Euer eigener Stolz, nichtAchtung für mich ist, warum Ihr unserer beiderseitigen Glück-seligkeit widerstrebt?"
„Nein, Julian, so ist es nicht," antwortete Alerie mitThräncn in den Augen; „es ist das Gebot der Pflicht füruns Beide — der Pflicht, die wir nicht übertreten können,ohne unsere Glückseligkeit hier und dort zu gefährden. Denkt,was ich, die Ursache von Allem, fühlen müßte, weizn EuerVater zürnt, Eure Mutter weint. Eure edlen Freunde sichentfernen, und Ihr, sogar Ihr selbst, die schmerzliche Ent-deckung gemacht haben werdet, daß Ihr Euch die Verachtungund den Unwillen Aller zngezogen habt, um eine kindische