Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
239
Einzelbild herunterladen
 

Ihr führt mich in noch tiefere Dunkelheit, Alerie," ver-setzte Peveril.Daß Eures Vaters eigenthümliche Ansicht inder Politik sich weit von der weinigen entfernt, weiß ich wohl,aber wie viele Fälle, selbst während der blutigen Auftritte desBürgerkriegs, haben sich ereignet, daß gute, würdige Män-ner die Vorurtheile ihres Parteigeistes beiseite setzten, undeinander mit Ehrerbietung und selbst mit freundschaftlicherAnhänglichkeit begegneten, ohne auf einer von beiden Seitenihren Grundsätzen untreu zu werden?"

Es mag so sein," sagte Alerie,aber von dieser Art istder Bund nicht, den mein Vater mit Euch zu knüpfen sucht,und welchen mit ihm zu schließen, wie er hofft, Eure übelangebrachte Vorliebe für seine Tochter bei Euch einen Be-weggrund abgeben könnte."

Und was ist es," fragte Peveril,was ich unter einersolchen Aussicht ablehncn würde?"

Verrätherei und Schande!" antwortete Alerie,wasEuch auf immer des armseligen Gutes, nach dem ihr strebt,unwürdig machen würde, ja, wäre es noch werthloser, alses ist."

Würde Euer Vater," entgegnete Peveril, der ungernden von Alerien beabsichtigten Eindruck empfandwürdeer, dessen Ansichten von Pflicht so streng und ernst sindwürde er wünschen, mich in Etwas zu verwickeln, woraufsolche harte Namen, als Verrätherei und Beschimpfung, auchnur mit dem leichtesten Schatten der Wahrheit angewandtwerden könnten?"

Versteht mich nicht unrecht, Julian," sagte Alerie,meinVater ist unfähig, von Euch etwas zu verlangen, das nichtnach seiner Denkungsart recht und ehrbar wäre; nein, erglaubt, daß er bloß eine Schuld von Euch fordere, die ihm