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21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
238
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«Höret auf mit Euren Betheurungen, Julian," entgeg-nete sie; «Ihr lasset es mich nur um so mehr merken, daßich zu kühn gehandelt habe. Aber ich that das Beste, wasich konnte. Ich konnte Euch nicht sehen, den ich so langegekannt habe Ihr, der Ihr sagt, Ihr betrachtetet mich mitVorliebe"

Ich betrachtete Euch mit Vorliebe!" unterbrach sie Pe-veril.Ach, Alerie, was für kalte Worte gebraucht Ihr, dieergebenste, die aufrichtigste Zuneigung zu bezeichnen!"

Nun gut," sagte Alerie verdrießlich,wir wollen nichtüber Worte streiten, aber unterbrecht mich nicht wieder.Ich konnte, sagt' ich, Euch, der mich, glaub' ich, mit aufrich-tiger, doch eitler und fruchtloser Anhänglichkeit betrachtet,nicht blindlings in eine Schlinge fallen sehen, getäuscht undverführt durch eben diese Gefühle gegen mich."

Ich verstehe Euch nicht, Alerie," cntgegncte Peveril;auch kann ich keine Gefahr sehen, der ich jetzt ausgesetztwäre. Die Gesinnungen, die Euer Vater gegen mich ge-äußert hat, sind von einer Art, die sich nicht mit feindseligenAbsichten vertragen. Ist er nicht durch die kühnen Wünsche,die ich gehegt haben mag, beleidigt und sein ganzes Be-tragen zeigt, daß er es nicht ist so weiß ich keinen Mannauf Erden, von dem ich weniger eine Gefahr oder eine böseAbsicht zu befürchten hätte."

Mein Vater," sprach Alerie,meint es wohl mit seinemVaterlande und wohl mit Euch; doch fürcht' ich bisweilen,daß er seiner guten Sache mehr schade als nütze, und nochmehr besorg' ich, daß er bei dem Versuch, Euch als einenBeistand anzuwerben, die Bande vergißt, welche Euch fest-halten sollten, und, ich glaub' es gewiß, sesthaltcn werdenauf einer ganz von der seinigcn verschiedenen Linie."