Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
208
Einzelbild herunterladen
 

Die letzte stimmte am besten mit der zwar flüchtigen, dochgenauen Ansicht zusammen, mit welcher ich die Züge des Frem-den gemustert hatte," gab Bridgenorth zur Antwort;denn,ob ich gleich nicht bestreite, daß es dem Himmel gefallenkönne, bei hohen Veranlassungen selbst einen von den Todtenznr Vertheidigung seines Vaterlandes aufzuwecken, so zwei-felte ich doch damals nicht, wie ich auch jetzt nicht zweifle,daß ich die lebendige Gestalt eines Mannes erblickte, welcherallerdings mächtige Gründe hatte, sich in der Kluft des Fel-sen zu verbergen."

Sind diese Gründe ein Geheimniß?" fragte Julian.

Nicht eigentlich ein Geheimniß," erwiederte Bridgenorth;denn ich fürchte nicht, daß Ihr verrathen würdet, was ichEuch in vertrauter Unterredung erzählen könnte. Aber derName dieses Edlen wird hart in deinem Ohr klingen, wegeneiner Handlung seines Lebens indem sein Beitritt zu einergroßen Maaßregcl cs war, welcher die äußersten Inseln derErde zittern machte. Habt Ihr nie von Richard Whalley ge-hört ?"

Von dem Königsmörder?" rief Peveril stutzend.

Nennt seine Handlung, wie Ihr wollt," sagte Bridge-north;er war nicht weniger der Retter jenes bedrohtenDorfs, weil er mit andern hohen Geistern der Zeit auf demRichterstuhle saß, als Carl Stuart vor Gericht geführt war,und weil er das über ihn vollzogene Urtheil unterzeichnethatte."

Ich habe immer gehört," entgegnete Julian mit verän-derter Stimme und mit tief erröthendem Gesicht,daß Ihr,Herr Bridgenorth, nebst andern Presbyterianern, gänzlich je-nem abscheulichen Verbrechen abgeneigt und bereit wäret, mit