Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
201
Einzelbild herunterladen
 

Manne, den er immer als das größte Hinderniß ihrer Ver-einigung betrachtet hatte. Seine Gemüthsverwirrung war sogroß, daß er kaum Deborens lästige Höflichkeiten erwiedernkonnte, welche die Speisen vorlegte.

Alexie schien dießmal den Entschluß gefaßt zu haben, dieStumme zu spielen; denn sie antwortete auf Deborens Fra-gen höchstens ganz kurz; ja selbst, wenn ihr Vater, was einoder ein paar Mal geschah, sie mehr zum Sprechen zu brin-gen suchte, crwiedcrte sie nicht weiter, als vie Ehrerbietunggegen ihn schlechterdings erforderte-

Auf Bridgenorth selbst fiel daher das ganze Geschäft, dieGesellschaft zu unterhalten, und, wider seine gewohnte Weiseschien er sich nicht davor zu scheuen. Sein Gespräch warnicht nur gefällig, sondern fast fröhlich, wiewohl immerfortvon einigen Aeußerungen durchkreuzt, die seinen natürlichenund gewöhnlichen Trübsinn verriethen oder künftiges Unglückoder Leiden prophezeieten. Auch Flammen von Schwärmereischossen durch seine Reden, wie das Wetterleuchten an einemHerbstabend, welches eine starke, jedoch nur augenblicklicheHelligkeit durch die sanfte Dämmerung und auf alle nahenGegenstände wirft, die, von ihm getroffen, einen wildern undaufsallendern Charakter annehmen. Im Allgemeinen aberwaren Bridgenorth's Bemerkungen einfach und verständig;und da er nicht nach Anmuth des Ausdrucks strebte, so ent-sprang jede Ausschmückung, die sie empfingen, nur aus demInteresse, womit er sie seinen Zuhörern einschärste. Zum Bei-spiel, als Debora im Stolz und in der Gemeinheit ihresHerzens, Julian auf das Silbergeschirr, auf dem sie gespeisthatten, aufmerksam machte, fanv Bridgenorth eine Entschul-digung eines solchen überflüssigen Aufwandes nothwendig.

Es war ein Zeichen nahender Gefahr," sagte er,als