Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
192
Einzelbild herunterladen
 

Hier trat eine Pause von einigen Augenblicken ein, welcheJulian, im Verlangen nach dem Schluffe, zu dem Bridgenorthendlich gelangen würde, nicht zu unterbrechen suchte.DieseDinge," fuhr Bridgenorth fort,rufe ich nicht mit Bitterkeitin's Andenken zurück, sofern sie mich persönlich angeheunicht mit einem innern Groll, wiewohl ich dadurch aus mei-nem Wohnorte verbannt worden bin, wo meine Vorfahrenlebten, und wo meine irdischen Hoffnungen begraben liegen.Allein jene öffentliche Angelegenheit brachte Streit zwischenEurem Vater u»d mir. Wer war so thätig, als er, dasfeindselige Edict des schwarzen St. Bartholomäustageg inAusführung zu bringen, da so viele hundert Prediger desEvangeliums von Haus und Hof von Herd und Altar von Kirche und Pfarre vertrieben wurden, um den Bauch-götzen und Dieben Platz zu machen? Wer war, als ein klei-ner Hause vom Volke des Herrn sich vereinigte, die gesunkeneFahne aufzurichten, und noch einmal die gute Sache zu be-fördern, wer war da am behendesten, ihr Vorhaben zu ver-eiteln sie auszuspüren, zu verfolgen, und zu ergreifen?Wessen Athen« fühlt' ich warm an meinem Halse wessenbloßes Schwert wurde einen Fuß breit von meinem Körpergeschwungen, während ich im Dunkeln, wie ein Dieb im Ver-borgenen, lauerte, im Hause meiner Väter? Es war die NäheGottfried Peverils es war das Schwert Eures Vaters!Was könnt Ihr auf dieß Alles antworten, oder wie könnt Ihres mit Euren gegenwärtigen Wünschen vereinbaren?"

Julian konnte hierauf zur Erwiederung bloß bemerken,daß diese Beleidigungen schon lange her wären daß sie imDrange der Zeiten und in der Hitze der Leidenschaft auSge-übt worden, und daß Major Bridgenorth aus christlicher Liebe