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Gebieterin von Man gehörte, einige Vorsicht im Besuchen ei-nes Verwandten des unglücklichen Obersten Christian beobach-ten mußte. „Mein armer Vater!" rief sie aus, als Julianseine Erzählung mit den wärmsten Betheuerungen ewigerLiebe schloß. „Und mußte dieß," fuhr sie fort, „das Endealler deiner Vorsichtsmaaßregcln sein? — dieß, daß der Sohndessen, der dich beschimpfte und verbannte, eine solche Sprachezu deiner Tochter führen sollte?"
„Ihr irrt, Alcrie, Ihr irrt," sagte Julian eifrig. „Daßich diese Sprache führe, daß der Sohn Peveril's so die Toch-ter Eures Vaters anredet — daß er so vor Euch knieet umVergebung der Beleidigungen, welche statt fanden, als wirbeide noch Kinder waren, das zeigt den Willen des Himmels,daß in unserer Zärtlichkeit die Zwietracht unsrer Väter ersticktwerden soll. Was anders konnte diejenigen leiten, welche alsKinder an den Bergen von Derby von einander schieden, ein-ander so in den Thälern der Insel Man wieder zu treffen?"
So neu für Alepie eine solche Scene, und vor allem ihreeigne Gemüthsbewegung dabei sein mochte, so besaß sie dochin hohem Grade jenes ausnehmende Zartgefühl, welches demweiblichen Gemüth eingeprägt ist, um vor der leisesten An-näherung zur Unschicklichkeit in einer Lage, wie die ihrige war,zu warnen.
„Steht auf, Peveril," sagte sie; „thut nicht Euch selberund mir dieß Unrecht an — wir haben Beide unrecht gehan-delt — sehr unrecht — mein Fehler wurde aus Unwissenheitbegangen. Ach Gott! mein armer Vater, der des Trostes sosehr bedarf! — soll ich sein Unglück vermehren? Steht auf!"wiederholte sie mit mehr Entschiedenheit. „Wenn Ihr län-ger in dieser unziemenden Stellung bleibt, werd' ich dasZimmer verlassen, und Ihr sollt mich nie wieder sehen."