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21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
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Eine Zeitlang erhielt er keine Antwort; und es schienwirklich, als wenn das Haus ganz unbewohnt wäre, bis end-lich seine Ungeduld die Oberhand gewann, er die Thüre zuöffnen versuchte, und, da sie bloß zugeklinkt war, dieß sehrleicht vollzog. Er ging durch eine kleine, niedrig gewölbteHalle, deren oberes Ende eine Treppe einnahm, und öffnetezur Linken die Thüre eines Sommerzimmers, das mit schwar-zem Eichenholz getäfelt, und sehr einfach mit Stühlen undTischen von demselben Stoff versehen war; die erstern warenmit Ledcrkiffen bedeckt. Das Zimmer war dunkel, da einsjener mit steinernen Pfeilern besetzten Fenster, die wir er-wähnten, mit seinen kleinen vergitterten Scheibe» und seinemdicken Laubgewinde, nur ein unvollkommenes Licht einlicß.

Ueber dem Kaminsims befand sich die einzige Zierde derStube, nämlich ein Gemälde, das einen Officier in der mili-tärischen Tracht der bürgerlichen Kriege vorstellte; daskurze, am Küraß herabhängende Band, die pomeranzengelbeSchärpe, aber vor Allem das kurz geschnittene Haar, zeigtendeutlich, zu welcher der großen Parteien er gehört hatte.Seine rechte Hand ruhte auf dem Gefäß seines Schwerts,und in der linken Hand hielt er eine kleine Bibel, mit derAufschrift: In Iroe 8ignn. Die Gesichtsfarbe hatte etwas Oli-venartiges, bei tief liegenden schwarzen Augen, und einerovalen Gestalt des Kopfes; cs war eine jener Physiognomien,welche, wiewohl übrigens nicht unangenehm, natürliche Schwer-mut- und Unglück auszudrücken scheinen. Dieses Bild war,dem Anschein nach, Julian wohl bekannt; denn, nachdem eres lange betrachtet hatte, konnte er sich nicht enthalten, lautvor sich auszurusen:Was wollt' ich darum geben, wanndieser Mann nie geboren worden wäre, oder wann er nochlebte !"