Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
154
Einzelbild herunterladen
 

boote, oder einen muntern Salm, der Eure Angelruthebrechen und Eure Schnur pfeifen macht, Euch tausend ver-drießliche Streiche spielt, Euer Herz mit Hoffnungen undSorgen abmattet, und bloß bebend auf das Ufer gelegt wird,nachdem Ihr die beispielloseste Geschicklichkeit, Geduld undGewandtheit bewiesen habt? Aber ich sehe, Ihr habt Lust,nach Eurer alten Weise angeln zu gehen. Fort mit dem ge-stickten Kleide, ein braunes Wams angezogen; lebhafteFarben verscheuchen die Fische in den nüchternen Gewässernder Insel Man ; wahrhaftig, in London werdet Ihr wenigfangen, wenn nicht der Köder ein wenig glänzt. Aber Ihrgehet wirklich; wohl, auf gut Glück! Ich will mich an dieBarke hakten; die See und der Wind find weniger unbe-ständig, als zur Zeit der Fluth, da Ihr Euch cingeschifft habt."

Ihr habt in London alle diese zierlichen Sachen sagengelernt, Graf?" sprach Julian;aber wir werden einen Bü-ßenden dafür an Euch haben, wenn Ladv Cpnthla meinesSinnes ist. Lebt wohl, und viel Vergnügen bis wir unsWiedersehen."

Die jungen Freunde schieden also von einander; und wäh-rend der Graf fich auf seine Luftfahrt begab, legte Julian,wie sein Freund prophezeiht hatte, die Tracht einer Personan, die fich mit Angeln vergnügen will- Der Hut und dieFeder wurden gegen eine graue Tuchmütze vertauscht; derrein gestickte Mantel und das Wams gegen eine schlichte Jackevon gleicher Farbe mit gleichen Beinkleidern; und endlich mitder Ruthe in der Hand und mit einem Korbe auf dem Rücken,auf einem hübschen Maner Klepper fitzend, ritt der junge Pe-veril munter über die Gegend, welche ihn von einem derschönen Ströme trennte, die von den Kirk-Merlagh-Bergenin die See herabfließen.