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21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
146
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ich Euch am Rande eines wirklichen Abgrundes ausgleitensähe; laßt mich Euch von einer noch größer» Gefahr zu-rückhalten. Wie soll ich auf Euer ungläubiges Gemüth wir-ken? Soll ich Euch sagen, daß die Schuld des Blutvergießensnoch eine Schuld bleibt, die von dem blutigen Hause vonDerb- bezahlt werden muß? Und willst du deinen Sohnunter denen leben lassen, von welchen sie eingetrieben wer-den soll?«

Umsonst versucht Ihr mich zu beunruhigen, Herr Brid-genorth," antwortete die Lady;welche Strafe von derGräfin für eine That, die ich selbst schon eine rasche genannthabe, erhoben werden kann, ist seitdem lange erhoben."

Ihr täuscht Euch," antwortete er ernsthaft.GlaubtIhr, eine armselige Geldsumme, gegeben, um bei Schwelge-reien Carls verschwendet zu werden, könne den Tod einessolchen Mannes, wie Christian, aussöhnen? eines Mannes,dem Himmel und der Erde gleich schätzbar? Nein, nicht un-ter solchen Bedingungen kann Blut des Rechtschaffenen ver-gossen werden. Jede Stunde Aufschub wird als vermehren-der Zins zu der schweren Schuld hinzugezählt, welcher einesTages von dem blutdürstigen Weide gefordert werden wird."

In demselben Augenblicke hörte man den Hufschlag vonPferden auf der Straße. Bridgenorth horchte eine Minute,und sagte dann:Vergeht Ihr, daß Ihr mich gesehen habt

nennt Ihr meinen Namen keiner von Euren nächsten oderthenersten Personen verschließt meinen Rath in Eurer Brust

benutzt ihn, und es wird wohl mit Euch stehen."

Mit diesen Worten wandte er sich von ihr ab, schlüpftedurch eine Spalte im Gehäge, und gewann Schutz in seinemeignen Gehölz, neben welchem der Pfad sich hinzog.

Das Getöse der Pferde näherte sich in vollem Trott im-