sagte Lady Peveril; „für jetzt muß ich von Euch Abschiednehmen, und wenn wir wieder zu einer schicklicher» Zeit zu«sammenkommen, will ich wenigstens Euren Rath in BetreffJulian's anhören, wenn ich denselben auch vielleicht nicht an-nchmen sollte."
„Diese passendere Zeit kann nie kommen," erwiederte Brid-genorth. „Die Zeit verschwindet, die Ewigkeit rückt näher.Hört! Man sagt, es sei Euer Vorsatz, den jungen Julianauf jene blutige Insel zur Erziehung unter den Händen Eu-rer Verwandtin zu schicke», jener grausamen Mörderin, durchwelche ein Mann zum Tode gebracht wurde, der des Lebenswürdiger war, als irgend Einer, dessen sie sich unter ihrengepriesenen Ahnen rühmen kann- Dieß sind laufende Gerüchte;find sie wahr?"
„Ich mache Euch keine Vorwürfe darüber, Herr Brid-gcnorth, daß Ihr über meine Base von Derby so hart ur-theilt," sagte Lady Peveril; „auch will ich die rasche Thal,deren sie sich schuldig machte, ganz und gar nicht in Schutznehmen. Nichtsdestoweniger ist es meines Mannes und meineeigene Meinung, daß Julian in ihrer Wohnung in den Stu-dien und Geschicklichkeiten, die seinem Range gebühren, zu-gleich mit dem jungen Grafen Derby unterwiesen und gebil-det werden möge."
„Unter dem Fluche Gottes, und dem Segen des Pabstesvon Rom," sagte Bridgenorth. „Ihr, gnädige Frau, so scharf-sichtig in Dingen irdischer Klugheit, seid so blind gegen denRiesenschritt, mit welchem sich Rom bewegt, dieses Land wie-der zu gewinnen, einst den reichsten Edelstein in seiner ange-maßten Tiara? Die Alten werden durch Gold verführt —die Jugend wird es durch Vergnügen — der Schwache durchSchmeichelei — der Feige durch Furcht — und der Muthige