Lady Peveril schwieg. Sie naheten nun dem Punkte, wodie Auffahrt in einem Ausweg auf eine öffentliche Straße,oder vielmehr einen Fußweg endigte, der durch ein unge-zäuntes, gemeinsames Feld führte; diesen Weg hatte LadyPeveril in geringer Weite zu verfolgen, bis eine Wendungdes Pfades sie in den Park von Martindale brachte. Siefühlte nun wirklich Bcsorgniß, im offenen Mondscheine zugehen, und vermied, dem Major zu antworten, damit sie destoschneller fortkäme. Als sie aber die Verbindung der Auffahrtund der gemeinen Straße erreichten, legte er seine Hand anihren Arm, und hieß sie, mehr befehlend, als bittend, still-halten. Sie gehorchte. Er wies auf eine gewaltige Eichevom größten Umfange, welche aus der Spitze eines Hügelsauf dem freien Boden wuchs, der die Einfahrt begränzte,und gerade so stand, daß sie zu einem Zielpunkt der Aussichtdiente. Der Mond schien außerhalb der Auffahrt so hell,daß unter der Fluth des Lichts, welches er auf den ehrwür-digen Baum ergoß, sic aus den zerstreuten Zweigen auf dereinen Seite leicht entdecken konnten , daß er vom Blitze be-schädigt worden war. „Erinnert Ihr Euch," sagte er, „wannwir zuletzt mit einander diesen Baum betrachteten? Ich warvon London geritten gekommen, und brachte von der Comiteeeinen Schutzbrief für Euren Mann mit, und als ich dieStelle vorbeikam — hier an dieser Stelle, wo wir jetzt ste-hen, standet Ihr mit meiner verlornen Alcrie — hüpften zwei,die letzten zwei meiner geliebten Kinder vor Euch her. Ichsprang von meinem Pferde — zu ihr, ich war ein Ehegatte— zu diesen, als Vater — zu Euch, als willkommener undverehrter Beschützer — was bi» ich nunmehr diesen Allen?"Er drückte seine Hand an die Stirne, und seufzte tief aus derbeklommenen Brust.
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