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Lady Peveril sah sich hier genöthigt, zu erzählen, was sieüber Bridgenorth gehört hatte — das Verschwinden der Gou-vernante mit seiner Tochter, — und übergab ihm dabei sei-nen Brief.
Der Ritter schüttelte erst den Kopf, und lachte dann lautauf bei dem Gedanken, daß hier eine kleine Liebes-Jntriguezwischen Bridgenorth und der Deborah stattfinde.
„Es ist das wahre Ende eines Dissenters*)," sagte er,„sein eigenes oder ein anderes Dienstmädchen zu heirathen.Deborah ist eine gute gefällige Person, und noch in den mun-tern Jahren der dreißig, denk' ich."
„Nein, nein," antwortete Lady Peveril; „du bist eben soargwöbnisch, wie Ellesmere. Ich glaube, es ist bloß die Zärt-lichkeit für sein Kind."
„Ich weiß wohl," sprach der Ritter, „Weiber denken immeran Kinder; aber unter Männern, liebe Frau, liebkoset Man-cher das Kind, damit er die Wärterin küssen könne, und waswär' es für ein Wunder oder für ein Schade, wenn Bridge-north das Mädchen heirathete? Aber laß' uns hören, was erselbst sagt. Ich will es herausbuchstabiren, wenn etwa eineSchelmerei über Liebe und Neigung in dem Briefe steht,welche der Unschuld unserer guten Margarethe entgangen ist."
Der Ritter fing also an, den Brief durchzulesen; stutzteaber sehr über die sonderbare Sprache, worin er abgefaßtwar. „Was er unter dem Entfernen der Leuchter und unterdem Abbrechen des Schnitzwerks in der Kirche meint," spracher, „kann ich nicht errathen; wofern er nicht die großen sil-bernen Leuchter wieder zu bringen gedenkt, die mein Groß-
«) Eines Separatisten »der Non-Conformisten, der sich von der herr-schenden Kirche absondert.
Peveril. 8