112
Dummerar ihr Befremden und ihre Betrübniß auszudrücken»daß Alles, was sie gethan und versucht hatte, Frieden undEinmüthigkeit zwischen den streitenden Parteien zu stiften, un-glücklicherweise zum Gegentheil dessen auSgeschlagcn war, wassie beabsichtigt hatte.
Zwei Tage nachher kam der Ritter Peveril an. Er hattezu Vale-Ropal gewartet, bis er die sichere Einschiffung derGräfin nach der Insel Man erfuhr, und dann sich auf denHeimweg nach seinem Schlosse und zu seiner Margarethe be-geben. Unterwegs erfuhr er von einigen seiner Begleitungdie Art und Weise, wie seine Gattin die festliche Bcwirthung,welche sie auf seinen Befehl der Nachbarschaft gab, veran-staltet hatte, und ungeachtet der großen Nachgiebigkeit, dieer seiner Gemahlin in sie betreffenden Fällen zu beweisenpflegte, hörte er doch mit großem Unwillen von ihrer Frei-gebigkeit gegen die presbyterianische Partei.
Indessen legte sich deö Ritters Unwille gänzlich, als erdie holden Züge seiner Gattin von zärtlicher Freude überseine glückliche Rückkunft verklärt sah. Als er sie in seineArme nahm und küßte, verzieh er ihr, eh' er des von ihr ge-machten Fehlers erwähnte.
„Du hastlmich zum Besten gehabt, Margarethe," sagte ermit Kopfschütteln Mid zugleich lächelnd; „und du weißt, worin;aber ich denke, du bist eine wahre Anhängerin unserer Kirche,und handeltest bloß aus einer schwachen weibischen Grille,freundlich zu thun gegen diese schurkischen Stutzköpfe. Dochnichts weiter davon! Ich wollte lieber Schloß Martindalewieder von ihren Kugeln durchschossen sehen, als einen vonden Buben freundschaftlich aufnchmen, Ralph Bridgenorthvon Moultrassie-Hall ausgenommen, wenn er wieder zu Ver-stände kommen sollte."