Druckschrift 
21 (1852) Peveril vom Gipfel
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen
 

Unter diesen Worten half er dem Major in die Höhe. DerStaatsbote zog' sich indeß auf die Seite, und mit ihm derPolizeibeamte und Dcputirte, welche nicht ohne einen geheimenVerdacht waren; die Uebrigen aber, Bridgenorth's Freundeund Anhänger seiner Grundsätze, behaupteten ihren Platz un-geachtet dieses Abfalles, und schienen, nach ihren Mienen zuurthcilcn, fest entschlossen, ihr Verhalten nach dem ihres An-führers einzurichten, wie es auch sein möge.

Indessen zeigte sich, daß Bridgenorth den Kampf nicht wie-der erneuern wollte. Er machte sich ziemlich ungestüm vonPeveril los, jedoch nicht, um sein Schwert zu ziehen. ImGegentheil bestieg er sein Pferd mit einer düstern, niederge-schlagenen Miene und kehrte, mit einem Zeichen gegen seinGefolge, desselben Weges zurück, den er gekommen war. DerRitter sah ihm einige Minuten nach und sagte dann:Dareitet ein Mann, der ein recht ehrlicher Mann gewesen seinwürde, wäre er kein Presbyterianer. Aber es ist keine Herz-lichkeit in ihnen sie hegen Tücke, und das Haff' ich, wie ei-nen schwarzen Mantel, oder ein Genfer Käppchen mit zweilangen, auf jeder Seite hervorragenden Ohren, gleich zweiSchornsteinen auf dem Giebel einer Strohhütte. Sie sindschlau, wie der Teufel, auf ihren Vortheil; und daher, LaunceOutram, nimm Zwei mit dir, und halte sie im Auge, daß sienicht unsre Flanke umgehen, und am Ende gar der Gräfinauf die Spur kommen."

Das wäre mir eben so lieb, als wenn sie auf die zahmeweiße Hindin meiner gnädigen Frau loshetzten," antworteteLaunce, und vollzog seines Herrn Befehle, indem er dem Ma-jor Bridgenorth in einer gewissen Entfernung nachfolgte undseinen Zug von solchen Anhöhen, welche die Gegend beherrsch-ten, beobachtete. Aber es ward bald offenbar, daß kein Ma-