„Sie können also mich weder verbergen noch beschützen?"sagte die Gräfin.
„Verzeiht, verehrte Gräfin," antwortete Peveril, „und er-laubt mir, meine Rede zu vollenden. Die offene Wahrheitist: dieser Mann hat viele Freunde hier unter den Presby-terianern, welche zahlreicher find, als mir lieb ist, und wenner mit dem Staatsboten zusammentrifft, welcher den VerhaftS-befehl des Geheimen Raths bringt, so wird er ihn wahrschein-lich mit hinreichender Macht zurückschicken, die Vollziehungdesselben zu versuchen. Auch zweifle ich, ob von unfern Freun-den eine hinreichende Anzahl in der Eile aufgebotcn werdenkann, einer solchen Macht, als fie zusammenbringen dürften,Widerstand zu leisten."
„Ich wünsche auch nicht," sagte die Gräfin, „daß irgendFreunde in meinem Namen gegen des Königs Verhaftsbefehldie Waffen ergriffen "
„Nun, was das betrifft," erwiederte der Ritter, „wennder König wider seine besten Freunde VerhaftSbefehle ergehenläßt, muß er auch auf Widerstand gefaßt sein. Aber dasBeste, was ich in diesem Bedrängniß erdenken kann — derVorschlag ist freilich etwas ungastfreundlich — wäre, daß Ihrsogleich zu Pferde stieget, wenn es Eure Ermüdung erlaubte.Ich will gleichfalls mit einigen behenden Leuten auffitzen, dieEuch sicher nach Vale-Royal bringen werden, wenn auch derLandrichter mit einem ganzen Haufen den Weg versperrte."
Die Gräfin willigte gern in diesen Vorschlag. Sie hatteeine gute Nachtruhe in dem Zimmer genossen, in das fie ElleS-mere am vorhergehenden Abend geführt hatte, und war völligbereit, ihre Reise oder Flucht („fie wüßte," sagte fie, „selbstnicht, wie fie cs nennen sollte") fortzusetzen.
Während Lady Peveril alle ihr mögliche Einrichtungen zur